CHRISTINA DIMITRA

Harte Lehre.

Ich mag ihre Frage. Sie ging mir nicht mehr aus dem Kopf.

Sie fragte “ Wie bist du so geworden? Du bist der reinste Mensch den ich kenne, du bist dir selbst sicher und du sprichst immer aus was du willst und was nicht. Warst du immer so?“ 

Ich habe mir wirklich Gedanken gemacht. Und versuche mich kurz zu fassen…

Und nein, war ich nicht:

Mir hat man zu Beginn meines Lebens Schmerz zugefügt, es war ein langer und schmerzhafter Prozess, bis ich mich für Liebe entschied. Ich bin kein Einzelfall und überzeugt davon, dass es den meisten Menschen von uns so ergeht. Es wenden sich inzwischen Personen an mich und es rührt mich zu Tränen, wenn sie sich an mich wenden, wenn sie heilen wollen.

Wir wurden alle bereits im Kindesalter verletzt / enttäuscht / gekränkt. 

Aller Anfang ist verfickt schwer…

Ich musste erst intensiv leiden, ca. 21 Jahre lang…um mich irgendwann bewusst für etwas Anderes zu entscheiden…

Irgendwann konnte ich das Haus nicht mehr verlassen.

Welchen Weg möchte ich wählen? Es muss irgendeinen einen Ausweg geben. (dachte ich) 

Wie will ich in diesem Leben sein?

Will ich verletzt durch mein Leben gehen und mit anderen meinen alten Schmerz teilen? Will ich hilflos bleiben? Will ich meine Gedanken ablehnen?

Oder möchte ich heilen?

Doch, wie heile ich?

Ich war wütend auf meine Vergangenheit und misstrauisch in meiner Gegenwart, ich war stolz und introvertierter als ich es heute bin… Ich mochte mich selbst nicht, wenn ich fühlte was ich fühlte. Konnte meine Gedanken nicht ertragen.

Doch, ich schwieg.

Stellte früh fest, dass ich irgendwie anders bin. Weinen konnte ich nicht.

Doch es führte zu nichts.

Man schmiss mich aus den Clubs wenn ich Schlägereien hatte.

Türsteher begleiteten mich aus dem Club hinaus.

Lehrer riefen meine Eltern an wenn ich Schlägereien mit Jungs hatte. (klingt irgendwie witzig gerade aber ist echt wahr)

Ich war enttäuscht… Ich fühlte mich sehr ungeliebt…. und alles was ich damals wollte war:

„meine tiefsten Emotionen verwenden, meine Ängste kennen und lernen sie kreativ um zu wandeln, um zu heilen.“ 

Ich begann mit 22 zu schreiben, wenn es heftig schmerzte.

Der erste Mensch mit dem ich mein Geschriebenes teilte, war ein depressiver Freund von mir… er buchte den nächsten Flieger zu mir und wir schwiegen uns 3 Tage lang an… setzten uns auf den Balkon und hörten Musik.

Manchmal legte ich mich besoffen auf den Boden und weinte. Endlich fühlte ich all das, wovor ich mich so lange fürchtete. Wovor ich lang genug weg rannte.

Wir sprachen viel über Lyrik…

Ich werde es ihm mein Leben lang hoch anrechnen, dass er für mich da war, als ich es selbst nicht mehr konnte.

Ich hatte im Alter von 22 Jahren Selbstmordgedanken…

begann zwangsläufig über meine Gefühle zu schreiben.

Vor kurzem traf ich ihn wieder und er sagte „du bist so ehrlich Kiki, so was gibt es heute nicht mehr.“

Wir denken alle über den Tod nach oder nicht?

Seltsam – wenn nicht.

Wir wissen, dass dieses Leben nicht einfach ist, oder nicht?

Wir wurden alle bereits zutiefst gekränkt und verletzt…

Schau dich um. Die meisten von uns sind ängstlich. Die meisten von uns gekränkt.

Für was entscheiden wir uns jetzt?

Fürchten wir uns vor unsere eigenen Wahrheit? Wir sind imperfekt.

Wie gehen wir mit unsere Geschichte um?

Wir leben, um zu lernen.

Und der Weg zur Liebe, ist ein lebenslanger Prozess.

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