CHRISTINA DIMITRA

„Ich brenne“

Als ich irgendwann nachts einen Club in Berlin betrat, sah ich eine Frau auf mich zu kommen.

Sie stellte sich neben mich und blickte mir ins Gesicht.

Sie sagte „du bist sehr schön. weisst du das? und ich kann mir vorstellen, wie sehr du manchmal leidest, weil es nicht leicht sein muss, schön zu sein. sie bat mir einen Job an. sie wollte mich in ihren Designerkleidern fotografieren.“ 

Ich lehnte dankend ab.

Und bedankte mich für ihre Erkenntnis.

Was ich dabei ebenso erkannte?

„Ich bin also schön? doch von innen brenne ich.“ 

„Ich biete wohl viel Angriffsfläche.“ 

„Ich wurde mein Leben lang misshandelt, psychisch erniedrigt und täglich verurteilt, wie kommentiert und dennoch gewürdigt und für schön gehalten und ich selbst dachte, es würde an mir liegen. Ich dachte, ich würde diese Paradoxie in Anderen auslösen. Ich glaubte über Jahre hinweg, dass ich das Problem der Gesellschaft sei. Ich konnte nicht sehen und verstehen, wieso mich Leute anziehend finden. Weil ich 28 Jahre lang für schwererziehbar und für „krank“ gehalten wurde.“ 

Wenn ich emotional wurde, hieß es „Das Kind ist krank.“

Der Schmerz in mir wurde verurteilt. 

Man hat mir eingeredet, dass ich depressiv sein muss und Wahrnehmungsgestört.

Dabei teilte ich meine Wahrheit mit.

Mit Hoffnung auf Besserung.

Meine Gefühle wurden verurteilt. 

Meine Stimme wurde täglich abgelehnt. 

Ich schwieg.

Und wurde auf mein Äußeres reduziert.

Ich kann noch so edel sein, ich kann noch so ruhig sein, ich kann noch so intelligent sein, noch so erfolgreich, doch was mir klar wird ist:

„Ich lerne nun meine Geschichte zu verstehen. Ich spreche für jede einzelne Frau. Endlich lerne ich meine Geschichte zu verwenden. Und Klarheit wird mich dazu führen, mehr Menschen zu erreichen, mit Hoffnung – Mut zu machen.

Wenn ich den Mut aufbringe : zu schreiben und zu sprechen, zu kreieren und zu heilen, so werde ich junge Menschen erreichen und sie zum „Heilen“ inspirieren.

Heute stelle ich fest, dass man mich aufhalten wollte, aus Angst, dass ich meine Wahrheit mit der Welt teile.

Es tut mir manchmal weh zu erkennen…

Doch wie sagt man? 

„Die Wahrheit schmerzt einmal. Mein Körper wehrt sich gegen eure Lügen. Doch Lügen schmerzen lange und Lügen lähmen. Ich wähle erneut Aufstieg, Wahrheit, Licht, Heilung, Selbstrespekt und Liebe.“ 

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