CHRISTINA DIMITRA

Goldwerte Erinnerungen.

„meine Großmutter dachte viel nach. ich sah sie manchmal auf dem Balkon sitzen und sah ihr an wenn es schmerzte. sie hatte vieles durchlebt. wie jede Großmutter eben so. ich liebte es sie zum Lachen zu bringen. sie hatte diese fette Brille mit diesen fetten Gläsern. Manchmal sprang ich raus zu ihr und sprach so mit ihr. „Ey, Schau mal Oma.“ 

„sie lebte an der Grenze. die Mauern sind als „Zwillingstürme“ bekannt, kein Zufall. ihr Zwillingsbruder starb als sie ein Kind war. das muss echt hart gewesen sein. das will ich mir nicht mal für meinen schlimmsten Feind wünschen. wir wissen nicht was wir an DNA vererbt haben. aber bei mir in der Familie waren Depressionen almost „Standart.“

„ich denke inzwischen gerne nach und blicke mit Liebe zurück. Mein Vater war sehr poetisch und philosophisch. Ist er ja immer noch. Schattenseiten haben wir alle. er ist mein guter Freund. ich weiß, manchmal streiten wir. aber auch nur weil er männlich denkt und ich eben weiblich. er sagt, ich könnte die Welt nicht verbessern. aber ist okay. ist doch immer ein Versuch wert und ich glaube, das Lesen bewegt und das Schreiben führt mich zur Wahrheit. Manchmal erlebe ich Momente, die ich nicht mal mehr in Worte fassen kann. Fliessende Kreativität, kann man sich das vorstellen? ich liebe das. besser als jede Droge.“

„weißt du noch, wie wir in der Küche saßen? du kamst manchmal auf Kaffe vorbei. mit deinem scheiß Fahrrad. direkt nach´m Feiern bevor ich in die Arbeit musste und meintest „DHL“. (haha)

„Du Spaßt. Ich vermisse deine dummen Witze. Du hast mich oft missverstanden. Ich hoffe dir geht es heute besser. Ich werde nie vergessen, was wir Einander gaben. Du sagtest ich sei dein Halt gewesen. Jetzt sag ich, ich war dankbar dich zu kennen, weil wir beiden gut miteinander sprachen und dachten. du konntest ewig reden. und wenn ich dann mal dran war, warst du wieder müde. Wahnsinn. witzig fand ich wie Du mal aus dem Fenster brüllen wolltest „Halt die Fresse“ weil die Schule neben dran war. Du warst am Lachen. „Haltet die Fresssseeeeeee!“ Du wolltest Halt. Ich gab ihn dir, weil ich wusste, dass du mit deinem Konsum übertreibst. Ich bin dankbar, dass du dich nach Allem was war, nie wieder gemeldet hast. Du wusstest, dass ich zu gut für dich war. Du sagtest ich sei ein Engel, wenn ich schlafe. Mir gegenüber hast du nie erzählt was du mochtest. Du liest es mir immer von Anderen ausrichten. Du hattest Angst vor der Liebe. Und daher kann ich dir verzeihen. Du bist dennoch ein Idiot. Weil ich noch weiß, wie du Transen im Club belästigen wolltest. „Hör mal auf jetzt.“ Du bist so ein Spaßt. Ich ja auch. Ich hab dich sehr gemocht. Oder weißt du noch, wie du vom Fahrrad stürzen solltest, weil du die Rampe nicht kommen sahst. Du riefst mich danach an :

„Hey ich hab so geschrieben und dann hab ich die Leute im Restaurant wahrgenommen und hab einfach weiter geschriehen so „So eine Scheißßßeeeeeeeeeee! So eine Scheißeeeeeee.“ (ich lach gerade so).

„Humor is goldwert. Wir müssen uns nie zu Ernst nehmen. Humor ist auch Heilung. Ich schwör. Schau dir an, was ich hier tue. Ich schreibe wie ´ne Besessene und verwende meine Gefühle. Wie oft so. Manchmal schreibe ich nachts besser. Naja. Es gibt keinen Plan hier. Immer freestyle. Und das is´gut so. Gestern wachte ich mitten in der Nacht auf und träumte. Genial.“

 

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